Beglaubigungen

Amtliche Beglaubigung von Dokumenten (Art. 33 BayVwVfG, § 70 ZustV)

Mit der amtlichen Beglaubigung von Dokumenten wird bestätigt, dass eine Kopie (Abschrift) inhaltlich mit der Originalvorlage (Urschrift) identisch ist. Sie können Dokumente nur amtlich beglaubigen lassen, die von einer deutschen Behörde ausgestellt worden sind oder die zur Vorlage bei einer anderen deutschen Behörde oder öffentlichen Einrichtung benötigt werden. Für die Beglaubigung können Sie persönlich vorbeikommen oder sich von jemandem vertreten lassen, dem Sie eine Vollmacht erteilt haben.

Bei maschinell unterschriebenen Dokumenten kann die Echtheit des Originals nur erschwert geprüft werden, im Zweifelsfall wird die Ausführung der Beglaubigung abgelehnt. Bescheide, wie z.B. BaföG oder ARGE-Bescheide, werden ausschließlich maschinell erstellt. Diesen Bescheiden fehlen die Echtheitsmerkmale eines Originaldokuments und können daher nicht amtlich beglaubigt werden. Die Behörden, die maschinell erstellte Bescheide fertigen, können bei Bedarf (z. B. für die Rundfunkbeitragspflichtbefreiung) auch Bescheide mit Unterschrift erstellen.

Benötigte Unterlagen

  • Das Dokument im Original.
  • Es kann nur das gesamte Dokument beglaubigt werden (teil- bzw. seitenweise ist es nicht möglich).

Besonderheiten

  • Die gesetzlichen Vorgaben geben der Meldebehörde die Befugnis zur amtlichen Beglaubigung, verpflichten sie aber nicht dazu. Beglaubigungen liegen daher ausschließlich im pflichtgemäßen Ermessen.
  • Die Meldebehörde hat keine Befugnis zur öffentlichen Beglaubigung. Öffentliche Beglaubigungen sind nach dem Beurkundungsgesetz grundsätzlich den Notarinnen und Notaren vorbehalten.

Besonderheiten, in denen keine Beglaubigung möglich ist:

  • Bei berechtigter Annahme, dass der ursprüngliche Inhalt des Schriftstückes geändert worden ist (Lücken, Durchstreichungen, Unleserlichkeiten usw.)
  • Private Schriftstücke, die privat verwendet werden sollen, z.B. Unterlagen für den Bereich des Erb- und Familienrechts oder Finanzunterlagen. Hier empfiehlt sich die Beglaubigung durch einen Notar
  • Inlänidsche Personenstandsurkunden (z.B. Geburts-, Ehe- und Sterbeurkunden) dürfen nicht beglaubigt werden. Diese Urkunden werden bei Bedarf vom Standesamt des Ereignisortes neu ausgestellt
  • Ablichtungen von Abschriften aus Katasterbüchern und Auszüge aus dem Katasterwerk
  • Auszüge aus dem Vereinsregister
  • Grundbuchauszüge
  • Bestallungsurkunde zum Pfleger, Betreuerausweis

 

Amtliche Unterschriftsbeglaubigung (Art. 34  BayVwVfG, § 70 ZustV)

Mit der amtlichen Beglaubigung einer Unterschrift wird bestätigt, dass die Unterschrift durch sie selbst geleistet wurde.

Die Meldebehörde ist zuständig für die amtliche Beglaubigung von Unterschriften, wenn das unterzeichnete Schriftstück zur Vorlage bei einer deutschen Behörde oder sonstigen Stelle, bei der aufgrund einer Rechtsnorm das Schriftstück einzureichen ist, benötigt wird. Unterschriften müssen i.d.R. in Gegenwart des beglaubigenden Bediensteten vollzogen und anerkannt werden.

Benötigte Unterlagen

Ihr Unterschrift können Sie nur persönlich bei uns beglaubigen lassen. Der Behörde ist ein Personalausweis/Reisepass und das Schriftstück vorzulegen, auf dem die Unterschrift geleistet werden soll. Dann muss das Schriftstück in Gegenwart des Bediensteten unterschrieben werden. Anschließend wird ein Beglaubigungsvermerk angebracht.

Besonderheiten, in denen keine Beglaubigung möglich ist:

  • bei Unterschrift ohne Text („Blanko-Unterschrift“)
  • wenn der Text in einer fremden Sprache geschrieben ist
  • für Vorlagen bei einer ausländischen Behörden
  • wenn es sich um einen Teil einer eidesstattlichen Versicherung handelt
  • wenn eine öffentliche Beglaubigung erfolgen muss (bei Angelegenheiten aus dem Erbrecht, Familienrecht, Vereinsrecht, Grundbuch, Handelsregister). Dazu wendet man sich an einen Notar.

Für Sie zuständig

AnsprechpartnerTelefonTelefaxZimmerE-Mail
Simone Füller
Sachbearbeiterin
09935 9500-1309935 9500-71303simone.fueller@stephansposching.de

Entstehende Kosten

Die Gebühr für eine amtliche Beglaubigung von Abschriften/Kopien beträgt 5 €. Gebührenermäßigung: Werden mehrere Abschriften, Fotokopien, und dergleichen gleichzeitig beglaubigt, wird die Gebühr je Beglaubigung auf 50 % ermäßigt. Beglaubigungen von Dokumenten zur Vorlage bei der Deutschen Rentenversicherung sind gebührenfrei. Eine einmalige Gebührenbefreiung zum Zwecke der Zeugnis- und Berufsanerkennung erhalten Spätaussiedler und Kontingentflüchtlinge, sofern diese vor dem 01.01.2005 nach Deutschland gekommen sind. Nachweise sind erforderlich (z.B. Stautsfeststellung, Vertriebenenausweis).

Die Gebühr für eine Unterschriftsbeglaubigung beträgt 5 €.

Informationen des Bayerischen Behördenwegweisers

Anschrift

Gemeinde Stephansposching

Deggendorfer Str. 6

94569 Stephansposching

Adresse im BayernAtlas anzeigen

Telefon: 09935 9500-0

Fax: 09935 9500-99

E-Mail: gemeinde@stephansposching.de

Öffnungszeiten

Montag - Freitag: 8 - 12 Uhr
Donnerstag: 14 - 17:30 Uhr